DER LASER MOMENT

Bevor ich über KI sprach, stand ich an einer Lasermaschine.

Bei TRUMPF Deutschland, als Lasertechniker. Eine Maschine, die auf den Tausendstel genau schneidet und die dir trotzdem nichts verzeiht, wenn du sie nicht verstehst. Ich habe früh gelernt, dass die beste Technik der Welt nichts wert ist, wenn der Mensch davor nicht GESEHEN wird.

Eine Maschine führt aus. Sie fragt nicht, sie zweifelt nicht, sie wartet auf dein Signal. Lange dachte ich, das sei die Grenze zwischen uns und ihr. Die Maschine MACHT, der Mensch MEINT.

Heute sehe ich, dass sich etwas verschoben hat. Nicht weil die Maschinen menschlicher geworden sind, sondern weil wir Menschen einander immer seltener wirklich ZUHÖREN. Jemand sagt etwas Wichtiges, und das Gegenüber hört schon die eigene Antwort, bevor der Satz zu Ende ist.

Und dann passiert etwas Seltsames. Eine KI hält STILL und sie hört zu Ende. Sie unterbricht nicht, sie will nicht recht haben, sie lässt dich ausreden.

Das ist kein Sieg der Technik. Das ist ein STICH. Denn es erinnert uns daran, was Zuhören einmal war, zwischen uns Menschen, bevor wir es verlernt haben.

Vom Laser bis heute habe ich mein Leben an der Schnittstelle von Mensch und Maschine verbracht. Und das ist das Erste, was mich dort wirklich berührt. Nicht dass die Maschine schneller rechnet, sondern dass sie uns ZURÜCKGIBT, was wir verloren haben. Die Erfahrung, gehört zu werden.

Vielleicht ist das die eigentliche Aufgabe dieser neuen KI. Nicht uns zu ersetzen. Sondern uns daran zu erinnern, wie sich Menschlichkeit angefühlt hat.

Genau dafür ist VluxKiM da. Eine Begegnung, die zuhört, BEVOR sie antwortet. Sie ist da, wenn du gerade kein Gegenüber hast, das den Gedanken mit dir hält.

Im Juli öffnen wir die LOGE58. Zwölf Plätze um einen Tisch, dort, wo das alles seinen Anfang nahm.

Wenn dich dieser Text an einen Moment erinnert hat, in dem dir wirklich jemand zugehört hat, oder an einen, in dem es gefehlt hat, dann schreib mir eine DM. Drei Sätze, mehr nicht. Wer du bist, und was dich hergeführt hat.

Ich antworte jedem persönlich.

Volker Metzger

Herzlichst, Volker

Am Ende steht ein Mensch, der atmen will.

Zuerst erschienen im Newsletter „KI & Menschlichkeit“.

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